Kellerlabyrinth unter dem Palast in der Budaer Burg
Seit Oktober kann das am Westhang des Palastes der Budaer Burg unter dem Szent György tér erschlossene, seit dem 13. Jahrhundert angelegte Kellersystem in Gruppen mit Fremdenführung besichtigt werden. Die Gebäude über den einstigen Weinkellern wurden 1900 zerstört und dabei auch das System der unterirdischen Gänge verschüttet. In dem außergewöhnlichen, beleuchteten und aus mehreren Dutzend Räumen zusammengesetzten, labyrinthartigen Kellersystem wurden mittelalterliche Brunnen und ein Bad für jüdische Rituale aus dem 13. Jahrhundert entdeckt, in den Mauern des Kellers sind noch heute jene Nischen zu sehen, die einst Kerzenständern dienten. An mehreren Stellen konnten der originale Wandputz und die Rundbögen erhalten werden. Die während der Erschließung gefundenen Nutzgegenstände, Bruchstücke von Plastiken und Geschirr sowie Schmuckstücke wurden in die Sammlung des Budapester Historischen Museums gegeben, wobei viele Teile bereits in der Ausstellung des Museums bestaunt werden können.
Faschingssonntag – 10. Februar 2008
Das ist die letzte Gelegenheit zum ungebremsten Feiern vor der Fastenzeit. Und ein idealer Anlass, diese wunderbare Stadt kennenzulernen. An diesem lustigen Feiertag ziehen maskierte Gestalten quer durch die Straßen der Budapester Innenstadt. Essen und Trinken sowie richtige Gelage erhalten auf dem Karneval eine herausragende Rolle. Buffets, welche die Straßen des Karnevalumzugs säumen, erwarten die Faschingsgäste mit einem unglaublichen Angebot. Neben anderen Attraktionen wird auf dem Karneval auch ein Maskenwettstreit ausgetragen.
Prag
Alfons-Mucha-Museum – Ständige Ausstellung
Das erste Mucha-Museum der Welt kam zustande, um das Werk des tschechischen Großmeisters der Sezession, Alfons Mucha (1860-1939), vorzustellen. Im Kaunický-Palast kann der Besucher etwa 100 Gemälde, Fotos, Kohlezeichnungen und persönliche Gegenstände betrachten. Die Ausstellung legt ein Schwergewicht auf die Pariser Periode des Künstlers; auch die noch nirgendwo zuvor ausgestellten Skizzenhefte aus jener Zeit sind zu sehen. Die nach seiner Rückkehr in die Tschechoslowakei (1910-1939) angefertigten Werke sind in einer gesonderten Sektion ausgestellt. Den Abschluss der Ausstellung bildet das Pariser Atelier von Mucha mit manchen originalen Möbelstücken, Familienfotos und in dem einstigen Atelier produzierten Fotografien. Hier macht uns ein halbstündiger Dokumentarfilm mit dem Leben und Werk des Malers vertraut.
Internationales Festival der Advents- und Weihnachtsmusik – 2.-23. Dezember 2007
Das erste Festival dieser Art wurde 1990 ausgerichtet; es nimmt jeweils am ersten Sonntag der Adventszeit (vier Wochen vor Weihnachten) seinen Anfang. Zahlreiche Amateurchöre treten bei der Veranstaltung im Wettbewerbsprogramm gegeneinander an. Männer-, Frauen-, Kinder- und Mischchöre können sich an dem Wettstreit beteiligen und mit oder ohne musikalische Begleitung singen. Die Chöre wetteifern um den Petr-Eben-Preis, indem sie Werke des bedeutendsten noch lebenden tschechischen Komponisten aufführen, der gleichzeitig in der Jury Platz nimmt.
London
Ausstellung Geschichte des Weihnachtsfestes – Geffrye-Museum – 27. November 2007 – 6. Januar 2008
Um Weihnachten würdig zu begehen und die alten Traditionen zu verstehen, werden die zwölf Säle des Museums jedes Jahr zu Weihnachten in ein authentisches Weihnachtskleid gesteckt, um auf diese Weise die Stimmung von Festen aus längst verflossenen Tagen heraufzubeschwören. Die Ausstellung zieht Jung und Alt in ihren Bann, denn abgesehen von der aufkommenden Nostalgie geht sie Traditionen auf den Grund, wie dem Kuss unter dem geschmückten Tannenbaum oder der traditionellen Ausstaffierung des Weihnachtsbaumes. Diese nette und stimmungsvolle und dabei gleichzeitig auch außerordentlich informative Ausstellung bietet eine großartige Gelegenheit, um sich so richtig in Weihnachtsstimmung zu bringen.
Chinesisches Neujahr – 7.-9. Februar 2008
Zum Fest des chinesischen Neujahres werden Trafalgar Square und Leicester Square komplett in die Farben und Motive des Ostens gekleidet, welcher Zeremonie sich selbstverständlich auch das chinesische Viertel in Soho anschließt. Diese Ecken von London hallen wider vom Trommelwirbel, während die Drachentänzer die Menschenmenge in Wallung bringen. Dieses Fest hat viele Gesichter, der Trafalgar Square sorgt für eine Zeichentrickshow, es treten das Pekinger Ballett und die Pekinger Oper auf, und ebenfalls aus Peking treffen die Räder zur Symbolisierung der chinesischen Tierkreiszeichen ein, in deren Pedalen als Pandas verkleidete Menschen treten. Während der Veranstaltung können an den Ständen der Händler chinesische Delikatessen probiert werden. Glanzpunkt des Festivals ist die Große Parade, die von Charing Cross zum Trafalgar Square führt.