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2008 - Herbst

Für Schulter, Gürtel, Hand und Rücken – die Tasche

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Eine amerikanische Erhebung erbrachte das Ergebnis, welches die Damen und Herren schon seit langem erahnen konnten, doch noch keiner sich auszusprechen wagte: In der Tasche einer eingefleischten Frau haben nicht weniger als 70 Gegenstände ihren Platz!
Kein Wunder, dass dies unser wichtigstes und besonders gefragtes Accessoire ist. Die meisten Frauen fühlen sich ohne Tasche wie nackt. Und da die Kleider immer kürzer und dünner ausfallen, ist die Tasche die Wahl der Frau, ein Mittel, um sich von der Masse abzuheben. Eine Studie förderte ans Tageslicht, dass die Anzahl der verkauften Taschen 2006 doppelt so hoch wie die der Kleider lag!
Der Taschentrend für 2008 zeigt keine grundsätzlichen Änderungen, lediglich in Hinsicht auf die Farben und Materialien können wir einen eindrucksvollen Wandel beobachten. Darüber hinaus wurde die Verarbeitung weitaus anspruchsvoller und sind die aktuellen Modefarben wie beispielsweise gelb, blau und eiscreme gefragt. Selbstverständlich ist auch die Kombination schwarz-weiß stark in, daneben bleiben silbergrau und verschiedene glänzende Töne schick.
Die diesjährige Mode steht ganz im Zeichen der Weiblichkeit; wenn schon nicht in der Form, so doch im Muster soll dieses Accessoire dem Charakter der Frau angepasst sein, indem die Modetaschen Blumenmuster zeigen, die durchaus auch stilisiert im Material der Tasche dargestellt sein können.
Typisch für den heutigen Trend bei Taschen sind interessante Materialkombinationen. Die Designer wählen ausdrucksstarke Materialien, die schon an sich den Charakter der Tasche determinieren. Was den Schmuck anbelangt, wird Metall häufig mit Holz und werden Perlen mit Glas kombiniert. Ein Teil der Taschen zeigt sich geradewegs futuristisch angehaucht, was nicht allein daran liegt, dass Silberleder, Metallrahmen, Metallplatten, Nieten und ins Auge springende Reißverschlüsse gefragt sind. Häufig ist auch Leder und anderes Material im Ethno-, Barock- und Batikstil mit Übergangsfarben, hinzu kommen Überzüge, Rippenstiche und Raffungen. Es gibt goldene Schnallen und Holzgriffe sowie zahlreiche Möglichkeiten, die Tasche anders als mit Riemen und Reißverschlüssen zu versiegeln.
Die seit Jahren anzutreffenden, immergrünen Modelle, die zu übergroßen Sonnenbrillen passenden, überdimensionierten Taschen können die Damen auch in diesem Jahr weiter über die Schulter hängen – doch Vorsicht, das steht nur langbeinigen Frauen gut. Es gibt viele neue Formen, wie beispielsweise die Baguetteform, eine verlängerte und etwas dicklichere Version der Kuverttasche.
Die Designer empfehlen für besondere Anlässe auch weiterhin die handlichen Kuverttaschen, die sie mit spannenden Schnallen, Riemen und Nadelarbeiten individuell zu gestalten versuchen – einzelne Stücke sind da schon richtige Kunstwerke.
Die knallenden Schlösser bringen eindeutig die Stimmung der fünfziger Jahre zurück, ebenso wie die weich gerippten oder gesteppten Ledertaschen in alles verschluckenden Pastelltönen. Kettentaschen werden heute nicht mehr nur zu Chanel-Kostümen getragen – einst gehörte diese Art von Taschen ausschließlich zum Stil der Modezarin.

Taschen-Tipps
Wenn die Tasche über die Schulter gelegt werden kann, sollten Sie einen möglichst breiten Trageriemen wählen, denn ist dieser schmal, schneidet er sich – sobald die Tasche ein größeres Gewicht aufweist – leicht in die Haut ein!
Wenn Sie eine kleine, handliche Tasche tragen, achten Sie darauf, diese nicht vollzustopfen, weil dieser Anblick keinen guten Eindruck macht!
Heutzutage sind neben der Taschenmode auch hübsche Geldbörsen zunehmend beliebter – wählen Sie eine, die zu Ihrer Tasche passt!
Die Tasche muss mit den Schuhen abgestimmt sein! Eine Frau, die etwas auf sich hält, trägt keine hellen Schuhe zu dunklen Taschen – und umgekehrt.
Eine kleine Frau sollte keine Tasche im XXL-Format tragen, weil sie diese noch kleiner erscheinen lässt.

 

 
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